Energiegenossenschaft, Nahwärme und neue Wohnprojekte – ein Vorreiter für die Alb
Römerstein steht für gemeinschaftliches Gestalten und für eine Gemeinde, die früh den Mut hatte, neue Wege zu gehen. Hier wird sichtbar, wie Wohnen, Energie, Bildung und Dorfentwicklung zusammenwirken können – getragen von Engagement vor Ort und unterstützt durch das Land.
Ein herausragendes Beispiel dafür ist die Energiegenossenschaft, die bereits seit vielen Jahren ein Nahwärmenetz aufbaut und betreibt. Dieses Netz wird durch die Biogasanlagen lokaler Landwirtinnen und Landwirte gespeist – regional, verlässlich und gemeinschaftlich organisiert. Dieses Modell ist in seiner Konsequenz und Dauer einzigartig auf der Alb. Römerstein war damit seiner Zeit weit voraus und ist heute deutlich resilienter gegenüber Energiekrisen und Preisschwankungen als viele andere Gemeinden. Genau solche vorausschauenden Entscheidungen zahlen sich heute aus.
Ergänzt wird dies durch weitere Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien: der geplante Windpark, ein Solarpark im Zuge der Steinbruch-Restaurierung sowie bereits etabliertes Baustoff-Recycling, das Ressourcen schont und regionale Wertschöpfung stärkt. Diese Vorhaben zeigen, wie Klimawandelanpassung, Wirtschaftlichkeit und Verantwortung zusammengebracht werden können – und ich begleite sie gerne aktiv auf Landesebene.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Orts- und Wohnentwicklung. Mit Unterstützung aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) werden Wohnprojekte ebenso ermöglicht wie Betriebserweiterungen. In der Entwicklung des Engel-Areals und des Löwen-Areals entstehen Perspektiven für die Zukunft: geplant sind unter anderem altersgerechte Wohnungen, die Einrichtung einer Tagespflege sowie Nutzungen, die Wohnen, Versorgung und Begegnung verbinden. Diese Projekte sind entscheidend, damit Menschen auch im Alter im Ort bleiben können.
Die Gemeinschaftsschule ist ein weiterer wichtiger Pfeiler für Römerstein. Sie steht für zeitgemäße Bildung, Chancengerechtigkeit und kurze Wege – und ist ein starkes Signal für Familien auf der Alb.
Auch die Dorfkernsanierung spielt eine zentrale Rolle. Sie trägt dazu bei, Ortsmitten lebendig zu halten, Aufenthaltsqualität zu verbessern und die Nahversorgung zu sichern. Neue Ansätze wie digitale Kleinstsupermärkte helfen dabei, Versorgungslücken zu schließen und den Alltag vor Ort zu erleichtern.
Projekte wie die Sanierung der Hüle in Zainingen und die Restaurierung des Backhauses Zainingen zeigen zudem, wie Römerstein seine Geschichte bewahrt und gleichzeitig zukunftsfähig weiterentwickelt – getragen von Ehrenamt, Identifikation und Gemeinschaftssinn.
Römerstein macht deutlich, was möglich ist, wenn eine Gemeinde früh Verantwortung übernimmt und gemeinschaftlich handelt. Diese vorausschauende Entwicklung begleite und unterstütze ich eng und mit Überzeugung, weil sie genau das zeigt, was starke Orte auf der Alb ausmacht: Zusammenhalt, Weitsicht und Mut zur Zukunft.